- Bildende Kunst
- Installation
Multiplicity, Vol. II: The Ecosystem
Ina Djurković
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 10:00 - 22:00 Uhr
So., 05.07. 10:00 - 18:00 Uhr
Multiplicity ist eine zweiteilige Ausstellung, die Identität als wachsende, sich verzweigende Pflanze erforscht, anstatt als eine einzige, feste Einheit. Sie visualisiert die menschliche Psyche nicht als linearen, chronologischen Stammbaum, sondern als eine fließende Karte von Verbindungen und Begegnungen, die wir im Laufe unseres Lebens knüpfen. Sie geht der Idee nach, dass jeder Mensch, dem wir begegnen, eine leicht abweichende Version von uns in seinem Kopf trägt; mit jedem neuen Weg, den wir kreuzen, entstehen weitere Versionen unserer selbst. Die auf zwei Orte verteilte Ausstellung nutzt die Metapher eines „Baums des Selbst“ und navigiert durch die Spannung zwischen der fließenden, aktiven Erzählung dessen, wer wir sind, während sie gleichzeitig die ruhende Topografie dessen erforscht, wer wir hätten sein können.
Multiplicity, Vol. II: The Ecosystem übersetzt die konzeptionelle Karte des Selbst in eine physische Topografie. Wenn die monumentale Leinwand in Vol. I die fließende Erzählung der aufgeblühten Identität repräsentiert, konzentriert sich diese Umgebung auf das ruhende Selbst. Verankert durch großformatige Gemälde und eine Serie viszeraler Skulpturen, fungiert der Raum als eine Landschaft ungenutzten Potenzials. Diese Formen erscheinen als embryonale Samen, die die nie gekeimten Identitäten und die „Geisterwege“ der nicht getroffenen Entscheidungen verkörpern. Sie visualisieren, wie das „Innen“, also unsere Erinnerungen und vergessenen Variationen, schließlich erstarrt, um zu dem „äußeren“ Boden zu werden, auf dem wir stehen. Zusammen erzeugt die Installation eine schwere, stille Spannung, die uns mit dem Gewicht dessen konfrontiert, wer wir hätten sein können.
Multiplicity, Vol. II: The Ecosystem übersetzt die konzeptionelle Karte des Selbst in eine physische Topografie. Wenn die monumentale Leinwand in Vol. I die fließende Erzählung der aufgeblühten Identität repräsentiert, konzentriert sich diese Umgebung auf das ruhende Selbst. Verankert durch großformatige Gemälde und eine Serie viszeraler Skulpturen, fungiert der Raum als eine Landschaft ungenutzten Potenzials. Diese Formen erscheinen als embryonale Samen, die die nie gekeimten Identitäten und die „Geisterwege“ der nicht getroffenen Entscheidungen verkörpern. Sie visualisieren, wie das „Innen“, also unsere Erinnerungen und vergessenen Variationen, schließlich erstarrt, um zu dem „äußeren“ Boden zu werden, auf dem wir stehen. Zusammen erzeugt die Installation eine schwere, stille Spannung, die uns mit dem Gewicht dessen konfrontiert, wer wir hätten sein können.
Kurz-Bio
Ina Djurković
Ina Djurković ist eine in Berlin lebende Künstlerin aus Serbien, die die fließende Natur menschlicher Identität erforscht. Mit ihrem Architektur-Hintergrund übersetzt sie das innere Selbst in physische Topografien. Sie begann die Malerei als Meditation und arbeitet heute äußerst intuitiv. Ihre monumentalen Aquarelle entstehen nass-in-nass in einem einzigen Durchgang. Diese bewusste Aufgabe der Kontrolle lässt die Farbe organische Gesichter und Pflanzen formen. Durch neue skulpturale Rauminstallationen kartiert sie die Psyche als rhizomatisches Netzwerk und macht ruhende Potenziale sowie die vervielfältigten Versionen des Selbst räumlich greifbar.