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Die Grenze geht mit – Spiegelungen des Weges. Eine Ausstellung in zwei Teilen

Jolanda Roskosch

Barrierefreier Zugang
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 19:00
Vier Jahre unterwegs. Über 4.000 km auf verschiedenen Fernwanderwegen gelaufen. Die meisten davon gehören zum berühmten Netzwerk europäischer Pilgerwege, dem Jakobsweg (Camino (Spanisch: Weg) de Santiago). Wandern überwindet jegliche Grenzen. Der Weg führt Menschen zusammen. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Glaubensrichtungen. Sie teilen Wege, Erschöpfung und Erfahrungen. Egal wo sie sich gerade geographisch befinden.

Spiegel ermöglichen Begegnungen mit sich selbst. Spannend und beruhigend zugleich, in immer neuen Landschaften wieder aufzutauchen. Die Grenze ist nicht nur eine Linie, sondern eine Beziehung im Raum. Jenseits der Grenze des Spiegels eröffnet sich eine neue Welt. Wo genau bin ich überhaupt? Bin das wirklich ich? Im Spiegel erscheinen verschobene Perspektiven und fragmentierte Räume – und ganz andere Landschaften. Einfach mal umdrehen lohnt sich. Perspektivwechsel lohnt sich.

Die Ausstellung ist in zwei Teile gegliedert. In der Berliner Berg Brauerei werden einzelne Arbeiten aus verschiedenen Wanderwegen gezeigt – ein Einstiegspunkt, der den Blick auf den Weg eröffnet. Von dort aus führt der Weg hinaus in den Stadtraum: ein etwa 3,5 km langer Spaziergang durch Neukölln, auf dem immer wieder Bilder auftauchen – an Zäunen, in Cafés, Restaurants und weiteren Orten entlang der Strecke. Neben jedem Bild hängt ein QR-Code, der zum Aufnahmeort führt – dorthin, wo der Spiegel tatsächlich steht. Über Street View kann der Ort betreten werden, als würde der Camino kurz dort vorbeiführen. An vielen Stationen warten Stempel: Besucher:innen können ihren eigenen Pilgerpass füllen und so eine Art echten Camino für sich selbst erleben.

Der Camino wird entgrenzt. Er entsteht überall, wo gewandert wird. Und Du kannst das auch!

Kurz-Bio

Jolanda Roskosch

Geboren 1975, aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Oberschlesien zwischen Wiesen, Tieren und frisch gemähten Wiesen. Seit 1996 lebt sie in Berlin. Hauptberuflich arbeitet sie im Bereich Marketing und Grafik, wirklich bei sich ist sie jedoch unterwegs – zu Fuß. Wandern ist für sie kein Hobby, sondern eine Haltung: gehen, atmen, schauen, verschwinden und wieder auftauchen.


Ihre fotografische Arbeit entsteht draußen, langsam und intuitiv, meist während des Gehens. Berge, Wälder, Wege und Landschaften prägen ihre Bilder. Das Unterwegssein ist dabei ebenso Motiv wie Methode. Sie glaubt daran, dass Gehen Perspektiven verschiebt, Grenzen auflöst und einen freundlicher macht – vor allem sich selbst gegenüber.

Ort

Treptower Straße 39
12059 Berlin
Deutschland

Berliner Berg Brauerei

Kontakt

017622304216

Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang
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