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mo(_)rning becomes them

Aru Ray Tormann

Fr., 03.07. 21:00 - 21:45 Uhr Sa., 04.07. 21:00 - 21:45 Uhr
„mo(_)rning becomes them“ ist eine verletzliche und zugleich spielerische Annäherung zwischen Tanz und Text an queere Trauer im Kontext nicht-binären Transitionierens. Die Performance geht davon aus, dass sowohl Trauer als auch Transition Prozesse sind, die sich linearen Logiken entziehen und uns stattdessen herausfordern, Grenzen – die wir in uns erleben ebenso wie jene, die gesellschaftlich an uns herangetragen werden – immer wieder neu auszuloten und zu verschieben.

Entgegen den engen Grenzen binärer Vorstellungen von Geschlecht zeichnet „mo(_)rning becomes them“ ein Ablösen geschlechtlicher Zuordnung nach, während es eine nicht-binäre Transition zelebriert. Dabei gibt „mo(_)rning becomes them“ Raum für Trauerprozesse, die eine Transition begleiten können: zum Beispiel die tiefsitzende Trauer darüber, sich keine eigene Zukunft vorstellen zu können, wenn das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht nicht mit der eigenen Wahrnehmung übereinstimmt und Repräsentationen eines nicht-binären Erwachsenwerdens und Alterns fehlen.

„mo(_)rning becomes them“ geht außerdem davon aus, dass Trauer und Transition oft individuell und vielleicht sogar vereinzelt erlebt werden, obwohl sie in sozialen Strukturen stattfinden. In diesem Sinne ist „mo(_)rning becomes them“ ein Versuch, das individuelle Erleben von Trauer und Transition in einen kollektiven Raum zu überführen. Das Publikum ist eingeladen den englischen Text gemeinsam zu lesen und somit selbst aktiv die Performance zu gestalten. Zwischen Tanz, Storytelling und lautem Lesen verweben sich die Körper und Stimmen der Performer*in und der Menschen im Publikum zu einem Netz, das dazu einlädt, einander zu tragen und getragen zu werden.

„mo(_)rning becomes them“ ist ein Zwischenstand einer längeren künstlerischen Recherche und wird in Zusammenarbeit mit Sound-Designer*in Alina-Aljosha Anufrienko, dem Chor Transensemble und mit der Unterstützung durch das TATWERK | performative Forschung umgesetzt.

Kurz-Bio

Aru Ray Tormann

Aru Ray Tormann ist trans* und arbeitet zwischen Choreografie, Tanz-Dramaturgie und Kuration. Ausgebildet in politischer Philosophie und darstellender Kunst bewegt sich Arus Praxis an den Schnittstellen von künstlerischer und theoretischer Forschung. Aru interessiert sich insbesondere für partizipative Prozesse und für die Frage, wie Kunst im öffentlichen Raum Gespräche zwischen Körpern, Landschaften, Geschichten sowie den politischen Dimensionen von Raum und Gemeinschaft anregen kann. In deren künstlerischer und organisatorischer Praxis priorisiert Aru Care und arbeitet hin zu nachhaltigen Strukturen und Methoden in den darstellenden Künsten.

www.aruraytormann.com // @aru.ray.tormann

Ort

Lucys-Lameck-Straße
der Eingang zum Garten befindet sich am südlichen Ende
12049 Berlin
Deutschland

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