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Štrajtkultur - partizipative Spielaktivierung

Nevena Delić

Barrierefreier Zugang
Sa., 04.07. 17:00 - 19:30 Uhr
Štrajtkultur ist eine partizipative und itinerante Intervention. Sie basiert auf einem Brettspiel und lädt dazu ein, teilzunehmen und die von der Künstlerin angebotene Struktur zu aktivieren. Das Spiel untersucht den Begriff der radikalen Demokratie und des Antagonismus als kreative Kraft und stellt letztlich die Frage: Wie können wir lernen, nicht einverstanden zu sein – als Praxis?

Radikale Demokratie ist eine Demokratie, die nicht darauf abzielt, Antagonismus zu beseitigen, sondern vielmehr auf ihm aufbaut. Antagonismus, als grundlegendes Prinzip eines Brettspiels, wird in jeder Sitzung unterschiedlich artikuliert, wobei die Metapher des „Tisches“ (hier auf eine Picknickdecke übertragen) deutlich wird – ein Objekt, das als materielle Infrastruktur des sozialen Lebens dient, menschliche Beziehungen trägt und vermittelt. Štrajtkultur basiert auf Fragen der Landnutzung, der Ressourcenverteilung und der Entscheidungsfindung – und entwirft eine Vorstellung davon, welche Strukturen notwendig sind, damit Antagonismus zu einer kreativen Kraft werden kann. Wären unsere demokratischen Systeme anders, wenn wir ein anderes Verhältnis zum Land hätten, eines, das nicht auf Besitz und Extraktion, sondern auf Relationalität beruht? Wie kann die Grenze, der Raum der Konfrontation, zu einem generativen und erweiterten Raum der Aushandlung werden? Wie können die Linien, die unterschiedliche Positionen voneinander trennen, sie in einen Dialog bringen?

Das Projekt wird als eine Übung politischer Imagination verstanden, da es den Spielenden unterschiedliche Zugänge und Herangehensweisen eröffnet.

Kurz-Bio

Nevena Delić

Nevena Delić ist bildende Künstlerin und lebt zwischen Belgrad (Serbien) und Berlin. Ihre Arbeit ist forschungsbasiert und untersucht unterschiedliche Formen der Wissensproduktion und -vermittlung, darunter Spiele, Workshops, Lecture-Performances, delegierte Handlungen, Interventionen und Selbstpublikationen. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich mit politischer Imagination als der Fähigkeit, sich Alternativen vorzustellen und anders zu handeln. In der Arbeit mit Communities verhandelt sie Fragen von Autorschaft, Agency sowie die Übergänge zwischen künstlerischem Schaffen und Vermittlung.

Ort

Thomasstraße 27
12053 Berlin
Deutschland

Thomashöhe

Barrierefreiheit

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