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  • Bildende Kunst
  • Installation

Die Hütte

Asaf Erdemli

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr Sa., 04.07. 10:00 - 22:00 Uhr So., 05.07. 10:00 - 19:00 Uhr
Nicht Migration, sondern Verlagerung.

Nicht wie ein Körper, der sein Zuhause wie eine Schildkröte auf dem Rücken trägt, sondern eine Existenzweise, die sich entsprechend der Kultur, den Lebensweisen und den Bedingungen des Ortes, an dem sie ankommt, neu formt. Diese Verlagerung beschreibt kein Überschreiten von Grenzen, sondern ein Verweilen innerhalb von ihnen – ein Sich-Anpassen und ein gemeinsames Sich-Verwandeln.

In einer Phase meines Lebens ließ ich etablierte Bedingungen hinter mir – eine Vierzimmerwohnung, ein vollständig ausgestattetes Atelier und ein Auto – und begann, in einem anderen Land zu leben. Das Leben in einer Einzimmerwohnung, die Nutzung eines Drittels eines Gemeinschaftsateliers und die Abhängigkeit vom öffentlichen Verkehr führten zu einer klaren Erkenntnis: Dies war kein Verlust, sondern ein Zustand des Genügens. Und zugleich ein sicherer. „Weniger ist mehr.“

Diese Erfahrung machte sichtbar, dass das Verhältnis zwischen Innen und Außen nicht festgefügt, sondern durchlässig ist. Die Unschärfe physischer Grenzen in der Geografie, in der ich lebe, stärkt meinen Glauben an eine Zeit, in der Grenzen ihre Starrheit verlieren und sich in relationale Räume verwandeln. Das, was wir als Außen begreifen, ist längst im Inneren eingeschrieben.

Die Skulptur entsteht aus der Idee einer Fischerhütte: eine auf dem Wasser schwimmende Struktur, funktional, improvisiert und zugleich widerstandsfähig. Sie kann abgebaut und an einem anderen Ort wieder errichtet werden. Transparent, geschützt und den jeweiligen Bedingungen angepasst.

Wie die Hütte selbst besitzt auch die Skulptur eine kinetische Struktur. Diese Bewegung steht für Verlagerung und Anpassung. Die Grenze zwischen Innen und Außen bleibt offen und verhandelbar. Die Hütte erscheint als temporäre Schwelle – ein Zwischenraum, in dem Zugehörigkeit, Sicherheit und Identität nicht festgelegt sind, sondern sich ständig neu formieren.

Kurz-Bio

Asaf Erdemli

Asaf Erdemli untersucht in seinen Arbeiten, die überwiegend aus recycelten Materialien bestehen, Mechanismen von Kontrolle und Manipulation sowie Konsumgewohnheiten der Vergangenheit und Gegenwart. Indem er in seinem Denken einen Prozess des Recyclings durchläuft, verwandelt er seine Schlussfolgerungen darüber, was heute und in Zukunft konsumiert wird, in zeitgenössische Kunstobjekte.

Asaf Erdemli, geboren 1977, schloss 2007 sein Studium an der Fakultät für Bildende Künste der Hacettepe Universität, Fachbereich Bildhauerei, in der Türkei ab. Heute arbeitet er in seinen Ateliers in Deutschland und der Türkei.

Neben seiner Tätigkeit als bildender Künstler ist er auch Performancekünstler. Zwischen 1998 und 2008 arbeitete er als professioneller Tänzer und Choreograf in einem Tanztheater sowi

Ort

Karl-Marx-Straße 66
12043 Berlin
Deutschland

Neukölln Arcaden/Endtime visions

Barrierefreiheit

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