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Kartographie des Menschen

Felix Bamforth

Barrierefreier Zugang
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr Sa., 04.07. 14:00 - 22:00 Uhr So., 05.07. 14:00 - 19:00 Uhr
Kartographie des Menschen ist eine Sammlung von Skizzen, Zeichnungen und Gemälden, die in den vergangenen Jahren in Neukölln und im Berliner Raum entstanden sind. Viele der Arbeiten wurde im Rahmen der wöchentlichen Aktzeichenkurse „Life Drawing for Idiots“ montagabends im Sfera gemalt.

Das Thema der diesjährigen 48 Stunden Neukölln, „In/Side/Out“, zitiert Judith Schalanskys bedeutendes Werk „Atlas der abgelegenen Inseln“ und thematisiert die Bedeutung von Karten und Grenzen. Aus dieser Perspektive verkörpern die ausgestellten Skizzen einen kartografischen Prozess: Die Zeichnungen von Felix Bamforth entstehen nicht durch präzise Messungen und starre Grenzen, sondern als poetische Interpretation des Körpers, hervorgehend aus einem stillen Dialog zwischen Betrachter und Modell. Sie bilden eine eigene Welt, in der Täler, Berge, Seen, Flüsse, Wälder und Städte ineinanderfließen und sich sanft mit der Außenwelt verbinden. Aktzeichnen wird oft als einfache Darstellung des Äußeren verstanden, doch hier dient das Äußere dazu, das Innere hervorzuheben: das Selbst des Porträtierten sowie die subjektive Wahrnehmung und den Stil des Künstlers. Der Künstler trägt dazu bei, eine in jedem Menschen verborgene Welt zu kartieren und zu enthüllen.

Indem wir den Körper und das Menschliche in uns erforschen, mit einer Technik, die den vollen Einsatz des eigenen Körpers erfordert, werden wir zu tieferen Fragen über Karten, Grenzen und den Menschen selbst geführt. In einer Zeit, in der politische Führer die Welt nach ihrem Willen umgestalten und in der das Versprechen erlösender Technologie uns still von unseren menschlichen Fähigkeiten abschneidet, möchte diese Ausstellung die menschliche Gestalt als Gegenstand unendlicher Schönheit und Vielfältigkeit feiern, ebenso wie das Zeichnen als eine unserer natürlichsten Ausdrucksformen.

Kurz-Bio

Felix Bamforth

Felix Bamforth, ein Deutsch-Schotte aus Straßburg, lebt seit zwei Jahren in Berlin-Neukölln, zuvor war er im Wedding ansässig. Er ist als Illustrator und Maler tätig, mit einem Fokus auf den Menschen, oft in einem karikaturistischen Stil, inspiriert von der Kunst von Egon Schiele oder Maria Lassnig, aber auch Illustratoren wie Sempé, Sattouf oder Beardsley. Seine Werke verbinden prägnante Linienführung mit einer expressiven Darstellung des Menschlichen. Als gelernter Schriftgestalter arbeitet er außerdem als Gestalter und Font-Engineer bei Beam Type, wo er seine Leidenschaft für Programmieren, Typografie und Design auslebt.

Ort

Schudomastraße 44
12055 Berlin
Deutschland

Sfera

Kontakt

015146168687

Barrierefreiheit

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