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StadtWildFrequenzen

Carsten Kluth, Petra Kübert, Xaver Römer

Barrierefreier Zugang
Fr., 03.07. 19:00 - So., 05.07. 19:00
Projekt „StadtWildFrequenzen“ der Künstlergruppe Wilde Kehlen
StadtWildFrequenzen untersucht Berlin als urbanen Grenzraum, in dem menschliche, tierische und infrastrukturelle Stimmen aufeinandertreffen. Während nichtmenschliche Wesen aus dem intensiv bewirtschafteten Umland fliehen, entstehen in Städten neue Formen von Koexistenz, Konflikt und Symbiose. Berlin ist – trotz Wegfalls vieler Freiflächen und Gentrifizierung – ein Raum, in dem sich die Grenzen zwischen Natur und Kultur, Innen und Außen, Kontrolle und Wildheit permanent verschieben.
Die Wilden Kehlen sind ein seit 2024 laufendes künstlerisches Forschungsprojekt, das diese Grenzverschiebungen über Klang, Literatur und bildende Kunst erfahrbar macht. „Wilde Kehlen“ bezeichnet dabei alle Stimmapparate eines gemeinsam bewohnten Raumes: menschliche und tierische Stimmen, infrastrukturelle Geräusche, die Boombox am Kotti, Feldlerchen des Tempelhofer Feldes, Straßenkreuzungen, Nachtigallen in Hinterhöfen, Stare am Alex, Lüftungsschächte und akustische Simulationen, egal ob von DJs oder Amseln. Diese Stimmen werden gesammelt, analysiert, verfremdet und in neue künstlerische Konstellationen überführt.
Im Rahmen der 48 Stunden Neukölln planen wir eine Ausstellung aus Bildern, Fotografien, Videos, Grafiken und Klanginstallationen in einem Raum in Neukölln. Ergänzend finden an allen drei Festivaltagen Performances statt, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen: von klangbasierten Improvisationen über musikalisch-literarische Formate bis hin zu performativen Lesungen. Dabei wird das Verhältnis von Innen und Außen bewusst variiert – Klänge des Stadtraums werden in den Ausstellungsraum hineingeholt, Grenzen zwischen Bühne, Publikum und Umgebung werden geöffnet.
StadtWildFrequenzen lädt Besucher:innen ein, Neukölln neu zu hören: als durchlässigen Resonanzkörper, in dem sich ökologische, soziale und kulturelle Grenzen nicht trennen, sondern überlagern und Neues schaffen.

Kurz-Bio

Carsten Kluth, Petra Kübert, Xaver Römer

Wilde Kehlen
Carsten Kluth verbindet Landschaftsbeobachtungen, Kulturgeschichte und Ökologie. Veröffentlichungen u.a. Wenn das Land still ist (2013), 12 Farben Grün (2021), Die Sterne und Wir (2021), Zeitströme (2025). Stipendiat des LCB und der Bayerischen Akademie des Schreibens.
Petra Kübert (https://petrakuebert.de) untersucht öffentliche Räume im Wandel, die sie über langfristige künstlerische Interventionen erschließt, u.a. 2025 atb#1Inside Outside and Beyond, 2024 Feminist City Utopia, Galerie Neurotitan, 2023 A100 – Operation Beton, Museum Neukölln.
Xaver Römer (https://www.sprechduette.de/) ist Musiker, Klangkünstler und Autor von Hörspielen, Poesiefilmen und experimentelle Performances. Er ist Initiator der Sprechduette, in dem Sprache als dialogischer Klangraum erforscht wird.

Ort

Weserstr. 50
12045 Berlin
Deutschland

Gelegenheiten e.V.

Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang
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