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Maren Frey

Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr Sa., 04.07. 16:00 - So., 05.07. 00:00
Die Video- und Soundarbeit folgt den Krähen des Tempelhofer Feldes und verwebt ihr Rufen mit experimentellen Geräuschen und dem urbanen Summen der Stadt. Die Kamera folgt ihren Bewegungen zwischen den Bäumen und fängt den Tanz von Ästen, Schatten und Licht ein, während die Jahreszeiten wechseln. Ihre Schreie verschmelzen mit dem fernen Zischen von Baustellen und erzeugen eine Klanglandschaft, in der „Außen“ und „Innen“ kaum noch zu unterscheiden sind.

Die rhythmische Collage von bewegten Bildern und Klängen fördert die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und der Beziehung zu unserer Umgebung, die sich in ständigen Verschiebungen und Brüchen konstituiert. Das Tempelhofer Feld symbolisiert den Kampf um Raum und Identität, während die Schönheit und Widerstandskraft der Natur gefeiert wird. Durch zahlreiche Zooms und die Kameraführung entsteht ein intensiver Dialog zwischen Beobachter und Beobachtetem, der Verwundbarkeit und Verbundenheit betont.

Das Video greift zudem die vielschichtige Symbolik des Rabenvogels auf und verknüpft sein traditionelles Bild mit den heutigen politischen und emotionalen Kontexten des Tempelhofer Feldes. Als weise Boten zwischen den Welten verkörpern die Krähen das Unterbewusstsein und warnende Signale, zugleich stehen sie für Anpassungs‑ und Überlebensfähigkeit, Intelligenz sowie soziale Vernetzung. Während manche Traditionen sie als Unheilsboten dämonisieren, würdigen andere Kulturen ihre Weisheit und ihre Rolle als Lehrmeister.
Die Vorführung findet in der Nähe des Tempelhofer Feldes im Ikii statt – einer Galerie‑ und Listening Space am Herrfurthplatz. Dort sorgen eine hochwertige Soundanlage und gemütliche Sitz- und Liegegelegenheiten für ein immersives, entschleunigendes Erlebnis, das das Publikum einlädt, die Stimmen der Krähen, die das Stadtleben prägen, neu zu entdecken.

Kurz-Bio

Maren Frey

Maren Frey ist eine Künstlerin, die mittels Video, Performance, Zeichnung und Animation flüchtige Momente und die transformative Kraft des Alltäglichen erforscht. Inspiriert von mythologischen Figuren, Popkultur und der Sprache von Handbüchern, erzählt sie Geschichten, die zwischen Entfremdung und Verbindung oszillieren. Ihre Kunst lädt ein, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion sowie zwischen Materiellem und Spirituellem zu hinterfragen. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst in Nizza, Stuttgart und Madrid, engagiert sie sich, neben ihrer künstlerischen Praxis, in Workshops für Jugendliche zur Teilhabe an Demokratie und Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen.

Ort

Herrfurthpl. 8
12049 Berlin
Deutschland

Ikii
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