- Bildende Kunst
BLUES/SIDE/IN – Resonanz der Fragmente
Jette Leder
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 10:00 - 22:00 Uhr
So., 05.07. 10:00 - 18:00 Uhr
In ihrer Serie „Having the Blues“ untersucht Jette Leder die fluide Grenze zwischen öffentlichem Widerstand und privater Resilienz. Das ausgestellte Triptychon und begleitenden Arbeiten kontrastieren den lautstarken, fragmentierten Aufschrei gegen gesellschaftliche und kulturelle Normen („OUT/SIDE“) mit der schützenden Intimität kollektiver feministischer Solidarität („IN“).
Zentrales Element ist die Neuaneignung der Farbe Blau: Leder befreit sie von kunsthistorisch männlichen Zuschreibungen und transformiert sie in ein Symbol für feminine Kraft und Diversität. Durch die haptische Kombination von Ölmalerei und direktem Ölstick entstehen energetische Spuren, die zwischen Widerstand und Zärtlichkeit oszillieren. Das monumentale Format macht die Leinwand zu einem begehbaren Resonanzraum, der die Besuchenden zur radikalen Introspektion einlädt.
Zentrales Element ist die Neuaneignung der Farbe Blau: Leder befreit sie von kunsthistorisch männlichen Zuschreibungen und transformiert sie in ein Symbol für feminine Kraft und Diversität. Durch die haptische Kombination von Ölmalerei und direktem Ölstick entstehen energetische Spuren, die zwischen Widerstand und Zärtlichkeit oszillieren. Das monumentale Format macht die Leinwand zu einem begehbaren Resonanzraum, der die Besuchenden zur radikalen Introspektion einlädt.
Kurz-Bio
Jette Leder
Jette Leder (*1983 in Dresden, lebt in Berlin Friedrichshain) widmet sich als autodidaktische Künstlerin der viszeralen Poesie menschlicher Existenz. Inspiriert von Lucian Freud und Jenny Saville, nutzt sie die Malerei, um gesellschaftliche Hüllen abzustreifen und die rohe Essenz von Identität freizulegen. Ihre Portäts sind geprägt von expressionistischer Farbkraft und einer extremen Nähe zum Sujet, die zwischen Faszination und Unbehagen oszilliert. Aus einer dezidiert weiblichen Perspektive hinterfragt Leder die Grenzen des Körpers: Wie viel Fragment ist nötig, um die Geschichte unserer Menschlichkeit zu erzählen? Ihre Kunst ist ein Zeugnis von Resilienz und Verletzlichkeit – eine Einladung zur radikalen Introspektion.