- Installation
- Kunst im öffentlichen Raum
Spuren der Zugehörigkeit
Madina Rasulzoda
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 14:00 - 22:00 Uhr
So., 05.07. 14:00 - 19:00 Uhr
Spuren der Zugehörigkeit ist ein partizipatives Textilprojekt über Verortung und Verdrängung, Zugehörigkeit und die sich verschiebende Grenze zwischen Innen und Außen. Durch gemeinsames Arbeiten untersucht das Projekt, wie Migrationserfahrungen im Körper getragen, durch Gesten erinnert und in alltäglichen Materialien bewahrt werden.
Das Projekt entfaltet sich in Workshops mit Menschen mit Migrationserfahrung. Die Teilnehmenden sind eingeladen, über persönliche Rituale, Symbole oder Gesten nachzudenken, die sie mit Orten verbinden, die sie verlassen haben oder weiterhin in sich tragen. Diese Reflexionen werden mithilfe einfacher Näh- und Markierungstechniken in textile Fragmente übersetzt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; im Mittelpunkt stehen gemeinsame Zeit, Berührung und Austausch.
Inspiriert von der zentralasiatischen Tradition der Suzani-Stickerei – bei der Textilien gemeinschaftlich hergestellt werden und regionale Symbole sowie Wünsche tragen – versteht das Projekt textile Praxis als geteilte Sprache statt bloßer Dekoration. Jedes Fragment bleibt persönlich und wird zugleich durch Verbinden und Zusammennähen Teil einer größeren Oberfläche.
Alle Textilstücke werden anschließend zu einem großen horizontalen Tuch zusammengefügt, das über den Köpfen der Betrachtenden hängt. Zwischen Decke und Körper entsteht ein weicher Zwischenraum. Das Textil zieht keine Grenzen, sondern sammelt Spuren von Erinnerung, Bewegung und Fürsorge. Nähte, Überlagerungen und Unregelmäßigkeiten bleiben sichtbar und betonen Verbindung statt Einheitlichkeit.
Die Arbeit bleibt bewusst unvollendet. Sie spiegelt die Vorstellung wider, dass Zugehörigkeit kein fester Zustand ist, sondern ein fortlaufender Prozess – geprägt von Bewegung, Aushandlung und gemeinsamer Präsenz. Unter dem Textil betreten die Betrachtenden einen Raum, in dem Außen und Innen ineinander übergehen und Geschichten von Migration als materielle Spuren bestehen.
Das Projekt entfaltet sich in Workshops mit Menschen mit Migrationserfahrung. Die Teilnehmenden sind eingeladen, über persönliche Rituale, Symbole oder Gesten nachzudenken, die sie mit Orten verbinden, die sie verlassen haben oder weiterhin in sich tragen. Diese Reflexionen werden mithilfe einfacher Näh- und Markierungstechniken in textile Fragmente übersetzt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; im Mittelpunkt stehen gemeinsame Zeit, Berührung und Austausch.
Inspiriert von der zentralasiatischen Tradition der Suzani-Stickerei – bei der Textilien gemeinschaftlich hergestellt werden und regionale Symbole sowie Wünsche tragen – versteht das Projekt textile Praxis als geteilte Sprache statt bloßer Dekoration. Jedes Fragment bleibt persönlich und wird zugleich durch Verbinden und Zusammennähen Teil einer größeren Oberfläche.
Alle Textilstücke werden anschließend zu einem großen horizontalen Tuch zusammengefügt, das über den Köpfen der Betrachtenden hängt. Zwischen Decke und Körper entsteht ein weicher Zwischenraum. Das Textil zieht keine Grenzen, sondern sammelt Spuren von Erinnerung, Bewegung und Fürsorge. Nähte, Überlagerungen und Unregelmäßigkeiten bleiben sichtbar und betonen Verbindung statt Einheitlichkeit.
Die Arbeit bleibt bewusst unvollendet. Sie spiegelt die Vorstellung wider, dass Zugehörigkeit kein fester Zustand ist, sondern ein fortlaufender Prozess – geprägt von Bewegung, Aushandlung und gemeinsamer Präsenz. Unter dem Textil betreten die Betrachtenden einen Raum, in dem Außen und Innen ineinander übergehen und Geschichten von Migration als materielle Spuren bestehen.
Kurz-Bio
Madina Rasulzoda
Madina entwickelt eine interdisziplinäre Praxis, die Identität, Zugehörigkeit und Erinnerung durch dekoloniale Perspektiven erforscht. Sie arbeitet partizipativ und relational, nutzt unterschiedliche Medien und Materialien und schafft so Räume für kollektive Narrationen. Ihre Arbeit reflektiert Migrationserfahrungen, Trauer, Sehnsucht und Verbundenheit und untersucht, wie individuelle und gemeinschaftliche Geschichten durch kreative Prozesse sichtbar und erfahrbar werden.