- Fotografie
- Installation
- Mediale & Digitale Kunst
PRIVATE ROOMS
Fred Hüning
Fr., 03.07. 19:00 - 22:00 Uhr
Sa., 04.07. 17:00 - 22:00 Uhr
So., 05.07. 17:00 - 19:00 Uhr
In "private rooms“ sammelt Fred Hüning Standbilder aus Videoclips, die von privaten Nutzern auf Youporn hochgeladen wurden. Die entstandenen Bilder handeln zwar von Sex, offenbaren aber durch die häusliche Umgebung und Hünings besonderen Bildausschnitt auch die Menschlichkeit der Dargestellten. So entstehen rätselhafte Einstellungen und Szenen, die von subtilem Humor durchdrungen sind. Indem sie Verletzlichkeit und eine gewisse Unwissenheit zeigen, erinnern die Bilder an Sophie Calles „Die Schläfer“.
Zitat aus „Surveillance Index Edition One“ von Mark Ghuneim
Über das Buch "Private Rooms" von Fred Hüning:
Bilder, Bilder, Bilder – das Internet ist voll davon.
Welchen Sinn aber macht es, die online meist frei zugänglichen Bilder in gedruckter Form als Print an der Wand oder in Büchern zu zeigen? Künstler wie Michael Wolf, Doug Rickard oder zuletzt Regula Bochsler und Philipp Sarasin haben darauf überzeugende Antworten gefunden. Fokussiert ausgewählt und in anderem Kontext präsentiert wechselt die Perspektive des Betrachters und die Serien werfen plötzlich ganz neue Fragen auf.
Auch Fred Hüning verwendet für einige seiner Arbeiten Material, das er im Internet findet. Für seine Serie ›private rooms‹ hat er Bilder von Videclips abfotografiert, die private User auf YOUPORN geladen haben. Natürlich geht es in den Bildern auch um Sex, die Ausschnitte rücken aber Bett, Regal, Kommode, Teppich, Plüschtier oder Katze in den Fokus – den privaten Charakter der Schauplätze also. Und die Frage, welche Folgen die Einspeisung dieser privaten Aufnahmen in das unlöschbare Internetgedächtnis haben kann.
Das Buch kommt daher wie ein kleiner Laptop, und auf der Tastatur hat Fred Hüning eine klare Botschaft untergebracht. ›private rooms‹ erscheint in einer Auflage von 150 nummerierten und signierten Exemplaren.
Zitat aus „Surveillance Index Edition One“ von Mark Ghuneim
Über das Buch "Private Rooms" von Fred Hüning:
Bilder, Bilder, Bilder – das Internet ist voll davon.
Welchen Sinn aber macht es, die online meist frei zugänglichen Bilder in gedruckter Form als Print an der Wand oder in Büchern zu zeigen? Künstler wie Michael Wolf, Doug Rickard oder zuletzt Regula Bochsler und Philipp Sarasin haben darauf überzeugende Antworten gefunden. Fokussiert ausgewählt und in anderem Kontext präsentiert wechselt die Perspektive des Betrachters und die Serien werfen plötzlich ganz neue Fragen auf.
Auch Fred Hüning verwendet für einige seiner Arbeiten Material, das er im Internet findet. Für seine Serie ›private rooms‹ hat er Bilder von Videclips abfotografiert, die private User auf YOUPORN geladen haben. Natürlich geht es in den Bildern auch um Sex, die Ausschnitte rücken aber Bett, Regal, Kommode, Teppich, Plüschtier oder Katze in den Fokus – den privaten Charakter der Schauplätze also. Und die Frage, welche Folgen die Einspeisung dieser privaten Aufnahmen in das unlöschbare Internetgedächtnis haben kann.
Das Buch kommt daher wie ein kleiner Laptop, und auf der Tastatur hat Fred Hüning eine klare Botschaft untergebracht. ›private rooms‹ erscheint in einer Auflage von 150 nummerierten und signierten Exemplaren.
Kurz-Bio
Fred Hüning
Geboren in Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet Fred Hüning in Berlin und im Künstlerhaus Libken in der Uckermark. Studium an der Ostkreuzschule für Fotografie. Bei Peperoni Books erschienen die Bücher "einer", "zwei", "drei", "one circle", "two mothers" und "private rooms". Das Buch private rooms (Peperoni Books, 2015) ist Teil des Projektes "Surveillance Index Edition One" des amerikanischen Kurators Mark Ghuneim. Diese Sammlung von einhundert Büchern zur Überwachungsfotografie existiert als Website und Buch. 2018 wurden die ausgewählten 100 Bücher bei LE BAL in Paris ausgestellt. Hüning arbeitet seit 2013 als freier Fotograf, Autor und Kunstblogger (FKK - Foto, Kunst und Kapriolen) für die TAZ. 2023 wurde er in die DGPh berufen. Er ist Mitglied des bbk Brandenburg.