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The myth of a myth

Erifyli Theofilou , Valia Lolidou

Barrierefreier Zugang Barrierefreie Toilette
Fr., 03.07. 19:00 - Sa., 04.07. 00:00 Sa., 04.07. 14:00 - 21:00 Uhr So., 05.07. 12:00 - 19:00 Uhr
The Myth of a Myth untersucht Penelope aus einer zeitgenössischen feministischen Perspektive und hinterfragt die traditionelle Darstellung als geduldige Ehefrau, die auf Odysseus wartet. Penelopes Weben und Auftrennen wird als bewusste Strategie verstanden, Zeit zu manipulieren. Indem sie die Wahl eines neuen Ehemanns immer wieder verzögert, lässt sie Zeit vergehen, ihren Körper altern und den Druck um sie herum schwächer werden.

Warten wird so zum Akt des Widerstands. Älter zu werden ist keine Tragödie, sondern eine bewusste Taktik. Penelope hofft, dass Odysseus verschwunden ist, und wählt bewusst das Alleinsein statt Wiedervereinigung. Sie nutzt die Zeit, um Freiheit, Selbstbestimmung und eigene Räume jenseits gesellschaftlicher Erwartungen zu schaffen.

Die Installation kombiniert hautähnliche Materialien wie Latex und Silikon mit genähten Textilien und menschlichem Haar. Weich und zugleich widerstandsfähig verweisen sie auf Verletzlichkeit, Ausdauer und die Fähigkeit des Körpers, zu altern, sich anzupassen und sich zu verändern. Durch ihre Präsenz wird die Zeit als aktiver Partner der Transformation erfahrbar.

Penelope erscheint so nicht als passive Figur, sondern als selbstbestimmte Präsenz. Das Projekt hinterfragt überlieferte Symbole von Loyalität und Geduld und schlägt eine Lesart des Mythos vor, die Autonomie, Widerstand und die radikale Wahl der Einsamkeit betont.

Ausstellungsprogramm

Freitag 03.07
15:00–00:00 Ausstellung geöffnet
21:00–00:00 DJ-Set von Truth Serum

Samstag 04.07
14:00–21:00 Ausstellung geöffnet
20:00 Performance von Sara Mitouali

Sonntag 05.07
12:00–19:00 Ausstellung geöffnet
12:00–13:30 Meet the Artists
17:00 Performance von Yiota Chamamtzoglou

Kurz-Bio

Erifyli Theofilou , Valia Lolidou

Erifyli Theofilou (*1998, Griechenland) ist eine in Berlin lebende bildende Künstlerin mit kuratorischer Erfahrung. Ihre textilen Arbeiten untersuchen Weiblichkeit und Balkan-Kultur aus feministischer Perspektive. Sie hat einen MFA von der Universität Ioannina.

Valia Lolidou (*1998, Griechenland) ist eine in Berlin lebende bildende Künstlerin mit kuratorischer Erfahrung. Ihre Arbeiten in Fotografie, Video und Installation thematisieren Identität, Einsamkeit und Verletzlichkeit. Sie hat einen MFA (AUTh) und studiert derzeit Szenografie an der UdK Berlin.

Ort

Schönleinstraße 7
10967 Berlin
Deutschland

Galerie Crystal Ball

Kontakt

015155910099

Barrierefreiheit

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